Google Werbung schalten: So startest du mit Google Ads Schritt für Schritt
Von Ziel und Konto über Tracking und Kampagne bis zur ersten Optimierung: die Reihenfolge, in der du Google Werbung schaltest und dabei steuerbar bleibst.
Von Ziel und Konto über Tracking und Kampagne bis zur ersten Optimierung: die Reihenfolge, in der du Google Werbung schaltest und dabei steuerbar bleibst.
Google Werbung schalten ist schnell begonnen und schwer sauber gesteuert. Ein Konto lässt sich laut Google in drei Schritten anlegen [1]. Wirtschaftlich wird es erst, wenn Ziel, Tracking, Zielseite und Optimierung zusammenpassen. Dieser Artikel führt dich in dieser Reihenfolge durch den Start und setzt voraus, dass du dich für Google Ads bereits entschieden hast.
TL;DR
Google Werbung schalten beginnt mit einem Ziel, nicht mit dem Konto. Lege fest, was eine Anfrage für dich ist, richte dann Konto und Conversion-Tracking ein und starte mit einer Suchkampagne. Prüfe die Zielseite, setze Gebot und Budget bewusst und optimiere erst, wenn Daten vorliegen. Consent-Fragen klärst du rechtlich.
Vor dem ersten Klick brauchst du drei Dinge: ein messbares Ziel, eine Zielseite, die dieses Ziel unterstützt, und eine klare Zuständigkeit für Konto und Auswertung. Dieser Abschnitt enthält bewusst keine Marktdaten, sondern Fragen, die du für dein Unternehmen beantwortest.
Ob sich Google Ads für dein Unternehmen grundsätzlich lohnt, ordnet der Artikel Lohnt sich Google Ads? ein. Hier setzen wir diese Entscheidung voraus.
Praxis-Tipp: Schreibe Ziel, Conversion, Zielseite und Testrahmen auf eine Seite, bevor du das Konto anlegst. Dieses Dokument ist später deine Prüfgrundlage.
Die Kontoerstellung besteht laut Google aus drei einfachen Schritten [1]. Dabei gibst du Geschäftsinformationen an, nämlich Name und Website-URL [1]. Halte beides bereit, bevor du beginnst.
Achte außerdem auf die Zeitzone: Google weist darauf hin, die richtige Zeitzone auszuwählen [1]. Prüfe sie bewusst, bevor du das Konto anlegst. Zahlungsarten und die Möglichkeit, ein Konto ohne Kampagne anzulegen, findest du in der FAQ am Ende.
Sinnvoll ist ein Zugang, den mehrere Personen im Unternehmen nachvollziehen können. Dann hängt die Auswertung nicht an einer einzelnen Person.
Conversion-Tracking zeigt, ob Nutzer nach dem Klick auf eine Anzeige eine bestimmte Aktion ausführen [2]. Ohne diese Messung siehst du, dass geklickt wurde, aber nicht, ob daraus eine Anfrage entstanden ist. Richte das Tracking deshalb ein, bevor die erste Anzeige läuft.
Technisch gehört für Website-Conversions das Google-Tag auf alle Seiten deiner Website. Ein zusätzliches Event-Snippet teilt dem Tag mit, wann eine Conversion zu zählen ist [3]. In der Praxis gehst du so vor:
Wie du Tracking sauber aufsetzt, zeigt unsere Seite zum Conversion-Tracking.
Wer Daten von Nutzern im Europäischen Wirtschaftsraum erhält, muss laut Google die Einwilligungsentscheidungen der Nutzer an Google weitergeben, per Consent Mode bzw. über Einwilligungssignale [4]. Ohne diese Weitergabe kann Google die Einwilligungen nicht verifizieren, und es drohen Datenverluste [4].
Das ist die Sicht von Google, keine Rechtsberatung. Ob und in welchem Umfang für deine Website eine Einwilligung nötig ist, solltest du rechtlich klären lassen, bevor du Tracking und Anzeigen live schaltest.
Für den Einstieg bietet sich eine Suchkampagne an. Das ist eine Einordnung, kein belegter Befund: Mit einem konkreten Angebot kannst du dort auf Suchanfragen reagieren, die zu diesem Angebot passen. Suchkampagnen zeigen Textanzeigen in den Suchergebnissen [5].
Andere Kampagnentypen laufen an anderen Orten als die Suche [5]:
| Kampagnentyp | Wo die Anzeige erscheint |
|---|---|
| Suche | Textanzeigen in Suchergebnissen [5] |
| Display | Bildanzeigen auf Websites [5] |
| Video | Videoanzeigen auf YouTube und anderen Websites [5] |
Welche Kampagnentypen es gibt und wie die Auktion grundsätzlich funktioniert, vertieft der Artikel Google Ads Grundlagen. Wie eine Suchkampagne als Einstiegstyp aufgebaut sein kann, zeigt die Seite zu Google-Suchkampagnen.
Die Kosten hängen von Auktion, Gebot, Qualität und Budget ab [6][7]; einen festen Preis gibt es nicht. Wir nennen hier bewusst keine Euro-Beträge für Klickpreise oder Budgets, weil uns dafür keine datierte Quelle vorliegt.
In der Anzeigenauktion bestimmen mehrere Hauptfaktoren, welche Anzeigen in welcher Reihenfolge erscheinen, darunter Gebot, Qualität von Anzeigen und Zielseite sowie die erwartete Auswirkung der Anzeigen-Assets [6]. Das maximale CPC-Gebot ist der Betrag, den du höchstens für einen Klick zahlen willst [7]. Die tatsächlichen Kosten liegen laut Google oft darunter [6].
Das Budget setzt einer Kampagne ein Ausgabenlimit [7]. Das Tagesbudget ist ein Durchschnittswert pro Tag und Kampagne [8]. An einzelnen Tagen kann die Ausgabe bis zum Doppelten liegen, im Monat aber höchstens beim 30,4-Fachen des durchschnittlichen Tagesbudgets [9].
Wie viel Budget insgesamt sinnvoll ist, hängt von deinem Ziel ab. Eine Einordnung liefert der Artikel Lohnt sich Google Ads?.
Eine Kampagne besteht aus Keywords und Anzeigen, die zusammenpassen. Keywords sind Wörter oder Wortgruppen [10]. Ihre Optionen (genau passend, passende Wortgruppe, weitgehend passend) steuern, bei welchen Suchanfragen deine Anzeigen laufen; weitgehend passend ist die Standardoption [10]. Wähle die Option deshalb bewusst, statt die Voreinstellung zu übernehmen.
Bündle Keywords, die zu derselben Anzeige und derselben Zielseite passen. Das hält die Botschaft von der Suche bis zur Seite konsistent.
Für den Anzeigentext bietet sich eine Responsive Search Ad an (Einordnung des Autors). Sie nimmt bis zu 15 Anzeigentitel und 4 Beschreibungen auf; mindestens 3 Titel und 2 Beschreibungen sind nötig [11]. Google testet verschiedene Kombinationen und lernt, welche am besten wirken [11]. Schreibe deshalb Titel, die unterschiedliche Aspekte abdecken, etwa Angebot, Nutzen und Aufforderung, damit jede Kombination für sich lesbar bleibt.
Die Zielseite entscheidet mit, ob aus einem Klick eine Anfrage wird. Google bewertet sie auch selbst: „Landing page experience“ ist eine der drei Komponenten des Qualitätsfaktors und bewertet, wie relevant und nützlich deine Zielseite für Klickende ist [12].
Die Richtlinien stellen zusätzliche Anforderungen. Anzeigenziele müssen auf gängigen Browsern und Geräten funktionieren, leicht navigierbar und sicher sein und einen eigenen Mehrwert bieten [13]. Prüfe deine Seite vor dem Start auf diese Punkte:
Prüfe zuerst den Suchbegriffe-Bericht. Er zeigt, welche Suchanfragen die Auslieferung deiner Anzeigen ausgelöst haben [14]. Unpassende Begriffe kannst du als auszuschließende Keywords eintragen, um sie von der Kampagne fernzuhalten [15]. Der Standardtyp für auszuschließende Keywords ist weitgehend passend [15].
Ändere danach nur wenig auf einmal. Wenn du Gebote, Texte und Zielseite gleichzeitig anfasst, kannst du später nicht mehr erkennen, was gewirkt hat. Das ist eine Faustregel, kein belegter Wert: Warte, bis genug Daten vorliegen, bevor du Entscheidungen triffst; wenige Conversions sind eine schwache Grundlage.
Ein B2B-Dienstleister will über die Website Kontaktanfragen gewinnen. Er rechnet vor dem Start, was ein Test hergeben muss. Beträge setzt er selbst ein; hier stehen Platzhalter.
| Größe | Annahme oder Formel |
|---|---|
| Tagesbudget | T (wählt der Dienstleister selbst) |
| Monatsobergrenze | höchstens 30,4 × T [9] |
| Klicks im Testzeitraum | 100 (angenommen) |
| Anfragen im Testzeitraum | 3 (angenommen) |
| Conversion-Rate | 3 ÷ 100 = 3 % |
| Ausgaben im Testzeitraum | A (aus dem Konto abgelesen) |
| Kosten je Anfrage | A ÷ 3 |
| Abschlussquote | 20 % (angenommen), also 0,6 Aufträge aus 3 Anfragen |
| Kosten je Auftrag | A ÷ 0,6 |
Der Wert eines gewonnenen Auftrags sollte deutlich über den Kosten je Auftrag liegen, sonst trägt sich die Kampagne nicht. Die Struktur der Rechnung zählt, nicht die Zahlen: Mit nur 3 Anfragen ist die Stichprobe klein, und das Ergebnis kann stark schwanken. Der Dienstleister verlängert deshalb den Test, bevor er das Konzept bewertet.
Kann ich ein Konto anlegen, ohne gleich eine Kampagne zu erstellen?
Ja. Google nennt ausdrücklich die Option, ein Konto ohne Kampagne zu erstellen [1]. So kannst du Zugänge und Einstellungen klären, bevor Anzeigen laufen.
Welche Zahlungsarten nennt Google?
Die Hilfeseite nennt Kredit- oder Debitkarte, PayPal oder Bankkonto [1]. Welche Option für dich verfügbar ist, steht dort nicht; prüfe das bei der Einrichtung.
Kann ich auch Anrufe als Conversion messen?
Ja. Neben Website-Aktionen lassen sich laut Google unter anderem Telefonanrufe erfassen, und Google-Analytics-Conversions lassen sich in Google Ads importieren [2].
Ist der Qualitätsfaktor eine Kennzahl, auf die ich optimieren sollte?
Nein, nicht als Zielwert. Der Qualitätsfaktor ist laut Google ein Diagnosewerkzeug und keine Leistungskennzahl [12]. Qualität zählt in der Auktion [6]; der angezeigte Wert hilft dir, Schwächen zu finden, etwa bei der Zielseite.
Muss ich vor dem Start entscheiden, ob sich Google Ads lohnt?
Ja, sinnvollerweise. Die Entscheidung bestimmt Budget und Erwartung. Eine Einordnung findest du im Artikel Lohnt sich Google Ads?.
Google Werbung schalten gelingt in der richtigen Reihenfolge: Ziel und Conversion festlegen, Konto und Tracking einrichten, mit einer Suchkampagne starten, die Zielseite prüfen und erst mit Daten optimieren. Der Start ist schnell gemacht, die Steuerung ist der eigentliche Aufwand. Wer Gebot, Budget und Suchbegriffe im Blick behält und die Einwilligungsfrage rechtlich klärt, steuert bewusst statt nach Gefühl.
Das Wichtigste auf einen Blick
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Google-Ads-CheckQuellen
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