Instagram & Facebook: DSA, Daten & Wachstumstrends
Der Digital Services Act verändert die Spielregeln auf Instagram und Facebook: weniger Targeting, mehr Transparenz. Was das für Wachstum und Werbung bedeutet.
Die Social-Media-Welt ist in Bewegung: Der Digital Services Act (DSA) verpflichtet große Plattformen wie Instagram und Facebook zu mehr Transparenz und schränkt Targeting-Möglichkeiten ein – gleichzeitig entwickeln sich Nutzerzahlen und Trends auf beiden Plattformen weiter unterschiedlich.
Was ist der Digital Services Act (DSA)?
Der Digital Services Act ist ein EU-Gesetzespaket, das seit 2024 verbindlich für große Plattformen wie Meta (Facebook & Instagram) gilt. Ziel ist es, mehr Transparenz, Sicherheit und Kontrolle im digitalen Raum zu schaffen.
Kernpunkte sind Transparenzpflichten bei Werbung, Datenzugang für Forscher, strengere Regeln für Werbung an Minderjährige und sensible Merkmale sowie klare Haftungspflichten für die Plattformen selbst.
Daten & Transparenz: Was sich für Werbetreibende ändert
Bisher war Werbung auf Instagram und Facebook oft eine Black Box. Mit dem DSA müssen Anzeigen ihre Zielgruppen-Kriterien offenlegen, Behörden und Forscher erhalten Datenzugang, und Targeting-Optionen werden besonders bei sensiblen Daten eingeschränkt.
Für Marketer heißt das: weniger Präzision beim Targeting, dafür mehr Fokus auf kreativen Content und eigene First-Party-Daten.
Wachstum und Trends: Instagram und Facebook 2025/26
Instagram wächst weiter, vor allem bei den 16- bis 34-Jährigen. Reels bleiben der wichtigste Reichweiten-Treiber, Social Commerce und Shopping-Features gewinnen an Bedeutung, visuelles Engagement dominiert.
Facebook stabilisiert sich eher, statt zu wachsen – besonders stark bei älteren Zielgruppen. Gruppen und Communities stehen im Fokus, Events und lokale Inhalte bleiben relevant.
Chancen für Unternehmen
Mehr Transparenz stärkt langfristig das Vertrauen der Nutzer. Wer auf Kreativität statt reines Micro-Targeting setzt, eigene First-Party-Daten klug nutzt und plattform-spezifische Stärken ausspielt, verschafft sich einen echten Vorteil.
Risiken und Herausforderungen
Weniger Targeting-Möglichkeiten bedeuten höhere Streuverluste, wenn Content nicht überzeugt. Hinzu kommen mehr Regulierungsdruck, eine wachsende Content-Sättigung im Feed und eine komplexere Messbarkeit der Performance.
Handlungsempfehlungen für Marketer
Setze auf Inhalte statt Micro-Targeting, binde First-Party-Daten clever ein, berücksichtige die Spezifika jeder Plattform, miss Performance breiter als nur über den letzten Klick – und halte rechtliche Vorgaben konsequent ein.
Beispiel: Wie sich eine Kampagne verändert
Ein Mode-Startup schaltet Instagram-Reels-Ads. Früher stand starkes Targeting nach Interessen und Lookalikes im Vordergrund. Heute liegt der Fokus auf Creative-Qualität und eigenen Kundendaten.
Das Ergebnis: breitere Zielgruppen, bei denen die Creatives selbst die Filterfunktion übernehmen – und trotzdem stabile Ergebnisse.
Wir zeigen dir, wie du trotz eingeschränktem Targeting Reichweite und Performance auf Instagram und Facebook hältst.
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