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Social Media Ads

LinkedIn & Xing Ads: B2B-Kunden gezielt erreichen

Im B2B sitzen die Entscheider auf LinkedIn und Xing – nicht auf TikTok. So nutzt du beide Plattformen für planbare Leads, ohne dein Budget zu verbrennen.

Philipp ScheidPhilipp Scheid
Klickrebellen · Juni 2026 · 7 Min. Lesezeit
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Wer im B2B neue Kunden gewinnen will, kommt an LinkedIn und Xing kaum vorbei. Beide Netzwerke erreichen genau die Menschen, die im Unternehmen entscheiden – vom Einkauf bis zur Geschäftsführung. Werbung funktioniert hier aber anders als auf Instagram oder bei Google. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie LinkedIn und Xing Ads wirklich arbeiten, was sie kosten und worauf es beim Targeting ankommt.

Warum LinkedIn & Xing im B2B so stark sind

Die kurze Antwort: Auf beiden Plattformen geben Menschen freiwillig ihre berufliche Rolle preis – Position, Branche, Unternehmensgröße. Genau diese Daten machen die Werbung im B2B so präzise.

Während du auf Google darauf wartest, dass jemand aktiv sucht, erreichst du auf LinkedIn und Xing auch die Entscheider, die noch gar nicht suchen – aber genau in deine Zielgruppe passen. Das ist ideal für erklärungsbedürftige Produkte mit längeren Entscheidungswegen.

Wichtig ist die richtige Erwartung: B2B-Kaufentscheidungen dauern. Du baust mit diesen Anzeigen vor allem Sichtbarkeit, Vertrauen und qualifizierte Leads auf – selten den Sofortkauf.

LinkedIn Ads: Reichweite, Formate, Kosten

LinkedIn ist das größte berufliche Netzwerk und international stark. Das Targeting nach Jobtitel, Funktion, Seniorität, Branche und Unternehmen ist sehr granular – das macht es ideal für klar definierte B2B-Zielgruppen.

Die Klickpreise sind höher als bei klassischen Social Ads. Dafür ist die Streuverlust-Quote gering: Du zahlst für Reichweite bei genau den richtigen Leuten. Typische Formate sind Sponsored Content im Feed, Message Ads im Postfach und Lead-Gen-Formulare, die Kontaktdaten direkt in der Plattform abfragen.

In der Praxis lohnt sich LinkedIn vor allem dann, wenn dein Kundenwert hoch genug ist, um die höheren Klickpreise zu rechtfertigen.

Xing Ads: Wann sich die DACH-Plattform lohnt

Xing ist kleiner als LinkedIn, aber im deutschsprachigen Raum gut verankert. Wenn deine Zielgruppe klar in Deutschland, Österreich oder der Schweiz sitzt, kann Xing eine sinnvolle Ergänzung sein – teils mit günstigeren Kontaktkosten.

Die Werbemöglichkeiten sind weniger umfangreich als bei LinkedIn, und die Reichweite ist geringer. Für regionale B2B-Anbieter, Recruiting im DACH-Raum oder ergänzende Sichtbarkeit kann sich der Kanal aber rechnen.

Unser Rat: Teste Xing nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu LinkedIn – und vergleiche die Kosten pro Lead ehrlich.

Targeting: So erreichst du die richtigen Entscheider

Der größte Hebel liegt im Targeting. Definiere zuerst, wer wirklich entscheidet: Welche Position, welche Abteilung, welche Unternehmensgröße?

Kombiniere Kriterien sinnvoll, aber übertreibe es nicht – zu enge Zielgruppen treiben die Kosten und bremsen die Auslieferung. Gut funktionieren auch Retargeting auf Website-Besucher und sogenannte Lookalike- bzw. ähnliche Zielgruppen, die deinen besten Kunden gleichen.

Genau hier passieren viele Fehler: Wer einfach „Geschäftsführer“ targetiert, verbrennt Budget. Wer Rolle, Branche und Problembewusstsein zusammendenkt, gewinnt.

Welche Anzeigenformate funktionieren

Im Feed funktionieren klare, nutzenorientierte Botschaften am besten – keine Werbefloskeln, sondern ein konkretes Versprechen. Single-Image- und Karussell-Anzeigen sind solide Standards.

Lead-Gen-Formulare senken die Hürde, weil Interessenten ihre Daten nicht erst auf einer Landingpage eintippen müssen. Dafür solltest du die Lead-Qualität genau prüfen.

Für komplexe Angebote eignet sich oft ein zweistufiger Weg: zuerst hilfreicher Content (z. B. ein Leitfaden), danach Retargeting mit einem konkreten Angebot.

Budget & Erwartungen: Was realistisch ist

LinkedIn Ads brauchen ein gewisses Mindestbudget, damit der Algorithmus genug Daten sammelt. Plane lieber wenige, fokussierte Kampagnen statt vieler kleiner.

Rechne damit, dass Leads im B2B teurer sind als im B2C – dafür ist ein einzelner Kunde oft deutlich mehr wert. Entscheidend ist nicht der Klickpreis, sondern die Kosten pro qualifiziertem Lead und am Ende pro Abschluss.

Gib Kampagnen Zeit. Belastbare Aussagen brauchen meist einige Wochen Laufzeit und sauberes Tracking.

Häufige Fehler bei LinkedIn & Xing Ads

Der häufigste Fehler ist eine zu breite oder zu enge Zielgruppe. Beides kostet Geld.

Weitere typische Stolperfallen: zu werbliche Texte, fehlendes Tracking, kein Retargeting und unrealistische Erwartungen an Sofort-Abschlüsse. Auch wer Anzeigen nie testet und optimiert, lässt Potenzial liegen.

Der sinnvollste Einstieg besteht aus einer klar definierten Zielgruppe, einem ehrlichen Nutzenversprechen und sauberem Tracking – danach wird optimiert.

Häufige Fragen

Was kosten LinkedIn Ads? Die Klickpreise liegen über denen klassischer Social Ads, weil die Zielgruppe sehr präzise ist. Entscheidend sind die Kosten pro qualifiziertem Lead, nicht der reine Klickpreis.

Lohnt sich Xing neben LinkedIn? Im DACH-Raum kann Xing eine günstige Ergänzung sein. Als alleiniger Kanal ist die Reichweite meist zu klein.

Wie schnell kommen Ergebnisse? Erste Daten siehst du in wenigen Tagen, belastbare Aussagen nach einigen Wochen – B2B-Entscheidungen brauchen Zeit.

Braucht man LinkedIn Ads neben SEO und Google Ads? Sie ergänzen sich: Google holt aktive Sucher ab, LinkedIn erreicht Entscheider, die noch nicht suchen.

Fazit

LinkedIn und Xing sind im B2B unschlagbar, wenn du sie richtig einsetzt: präzises Targeting, ehrliche Botschaften, sauberes Tracking und realistische Erwartungen. Wer beides mit Google Ads und SEO kombiniert, deckt den gesamten Entscheidungsweg ab – von der ersten Aufmerksamkeit bis zum Abschluss.

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Philipp Scheid
Philipp Scheid
Geschäftsführer der Klickrebellen. Mit seinem Team begleitet er kleine und mittelständische Unternehmen als externe Marketing-Abteilung – von Google Ads über Tracking bis Strategie.
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