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Website-Relaunch planen: Ablauf, Kosten-Treiber und typische Fehler
Webdesign

Website-Relaunch planen: Ablauf, Kosten-Treiber und typische Fehler

Wie du einen Relaunch strukturiert vorbereitest, den Aufwand realistisch einschätzt und deine Rankings beim Umzug sicherst.

Philipp Scheid
Philipp ScheidGeschäftsführung
Veröffentlicht am 12 Min. Lesezeit

Ein Website-Relaunch bindet Budget, Zeit und Aufmerksamkeit im ganzen Unternehmen. Er entscheidet darüber, ob deine Website danach mehr leistet oder erst einmal Sichtbarkeit verliert. Häufig liegen die Probleme nicht im Design, sondern in der Planung: bei unklaren Zielen, unterschätzten Inhalten und vergessenen Weiterleitungen. Dieser Leitfaden zeigt dir den Ablauf, die wichtigsten Kosten-Treiber und die Fehler, die du vermeiden kannst.

TL;DR

Ein Website-Relaunch gelingt, wenn Ziele und URL-Bestand vor dem Design feststehen. Plane Content-Migration und Weiterleitungen als eigene Arbeitspakete mit Zeit und Budget ein und miss nach dem Go-live, ob Rankings, Traffic und Anfragen mitgezogen sind. Die Kosten hängen unter anderem an Umfang, Technikwechsel, individuellem Design und neuen Inhalten.

Was ist ein Website-Relaunch – und wann lohnt er sich?

Ein Website-Relaunch ist eine umfassende Überarbeitung einer bestehenden Website [1]. Er betrifft meist mehrere Ebenen gleichzeitig: Struktur, Design, Inhalte und Technik. Lohnend ist er, wenn die bisherige Website ihre Aufgabe grundsätzlich nicht mehr erfüllt – nicht schon dann, wenn einzelne Seiten schwächeln.

Relaunch, Redesign oder technischer Relaunch?

Nicht jedes Projekt, das „Relaunch“ heißt, ist einer. Ist die technische Basis aktuell und muss nur das Webdesign angepasst werden, spricht man von einem Redesign [2]. Ein rein technischer Relaunch bringt die Website dagegen auf neue technische Standards [2]. Der klassische Relaunch verbindet meist beides und braucht entsprechend mehr Planung.

Die Unterscheidung ist mehr als Begriffsklauberei. Sie bestimmt, welche Fachleute du brauchst und wie viel sich für Nutzer:innen und Suchmaschinen auf einmal ändert.

Woran erkennst du, dass ein Relaunch fällig ist?

Typische Anzeichen sind ein veraltetes CMS, ein veraltetes Responsive Design, langsame Ladezeiten oder ein Auftritt, der nicht mehr zur aktuellen Markenpositionierung passt [1]. Bevor du entscheidest, lohnt eine ehrliche Bestandsaufnahme. Wie du deine Website ohne Vorkenntnisse prüfst, zeigt unsere Checkliste zum Prüfen deiner Website.

Wann reicht eine schrittweise Optimierung?

Ist nur der Content veraltet und läuft die Technik solide, ist ein kompletter Relaunch überdimensioniert. Content-Updates, neue Landingpages oder das Redesign einzelner Seitentypen sind dann schneller, günstiger und risikoärmer [3]. Schrittweise Verbesserungen lassen sich zudem schneller umsetzen und feiner nachjustieren [2]. Der Haken am großen Wurf: Wird zu viel auf einmal verändert, können Nutzer:innen und Suchmaschinen zumindest kurzzeitig überfordert sein [2].

Wie läuft ein Website-Relaunch ab?

Ein Relaunch folgt einer festen Abfolge von der Analyse bis zur Erfolgskontrolle. OMR beschreibt zehn Schritte: Ist-Zustand analysieren, Ziele und Fokus definieren, Informationsarchitektur entwickeln, Design planen, Content analysieren und migrieren, technische Umsetzung, SEO-Maßnahmen, Testen, Go-live und Ergebnisse überwachen [1]. Für die Planung hilft es, diese Schritte in fünf Phasen zu bündeln.

Phase 1: Analyse und Ziele

Früh im Projekt steht eine klare Zielanalyse [4]. Was soll die neue Website besser können: mehr Anfragen bringen, Bewerbungen erleichtern, weniger Pflegeaufwand verursachen? Parallel erfasst du den Ist-Zustand. Ein Onpage-Crawl sichert die bestehende Seitenstruktur und ist die Voraussetzung dafür, später lückenlose Weiterleitungen einzurichten [5]. Einen schnellen Überblick über Stärken und Schwächen deiner jetzigen Seite liefert auch ein kostenloser Webseiten-Check.

Phase 2: Konzept, Informationsarchitektur und Design

Aus den Zielen leitest du die Informationsarchitektur ab: Welche Seiten braucht es, wie hängen sie zusammen, welche Wege gehen Besucher:innen? Erst danach folgt das Design. Wer mit Entwürfen beginnt, bevor Struktur und Inhalte klar sind, plant häufig doppelt.

Phase 3: Content und technische Umsetzung

Ein Content-Audit zeigt, wo Inhalte fehlen und welche Potenziale im Bestand stecken [4]. Danach entscheidest du pro Seite: übernehmen, überarbeiten, zusammenführen oder streichen. Parallel entsteht die technische Umsetzung, idealerweise auf einer Staging-Umgebung, die für Suchmaschinen gesperrt ist. Warum das wichtig ist, erklärt der Abschnitt zu den typischen Fehlern.

Phase 4: Test und Go-live

Vor dem Go-live prüfst du technische Funktionen, Usability und Content [4]. Den Umzug selbst legst du nach Möglichkeit in eine Phase mit wenig Traffic [6]. Plane auch die Serverlast ein: Nach einer Migration crawlt Google die neue Website vorübergehend stärker als üblich [6].

Phase 5: Monitoring nach dem Start

Der Relaunch endet nicht mit dem Go-live. In den Wochen danach beobachtest du Indexierung, Rankings, Traffic und Anfragen und vergleichst sie mit dem Stand vor dem Umzug. Wie du dafür sorgst, dass deine Rankings den Umzug überstehen, zeigt der Abschnitt zur Ranking-Sicherung.

Wie lange dauert ein Website-Relaunch?

Je nach Umfang dauert ein Website-Relaunch etwa einen bis acht Monate [1]. Für ein typisches Mittelstandsprojekt mit 20 bis 60 Seiten, individuellem Design und Content-Migration nennt eine Agentur acht bis 16 Wochen [3]. Die Spanne ist groß, weil Seitenzahl, Abstimmungswege und Content-Aufwand stark variieren.

Wichtig für deine Zeitplanung: Mit dem Go-live ist die Arbeit für Google noch nicht abgeschlossen. Bei mittelgroßen Websites kann es einige Wochen oder mehr dauern, bis Google schrittweise die neuen statt der alten URLs anzeigt; bei großen Websites dauert es noch länger [6]. Plane diese Phase als Beobachtungszeitraum ein, nicht als Puffer für offene Restarbeiten.

Was treibt die Kosten eines Website-Relaunchs?

Was ein Relaunch kostet, hängt weniger an einer Pauschale als an einigen wenigen Treibern. Zu den Kostenfaktoren zählen der Seitenumfang, ein möglicher CMS-Wechsel und die Entwicklung eines individuellen Designs [1], außerdem zusätzliche Funktionen wie Formulare oder Schnittstellen sowie die SEO-Absicherung [1]. Nach Erfahrung des OMR-Autors wird der Aufwand für die Content-Migration am häufigsten unterschätzt [1].

Umfang, Seitenzahl und Sprachen

Jede Seite muss konzipiert, gestaltet, befüllt, getestet und gegebenenfalls weitergeleitet werden. Mehr Seiten bedeuten deshalb mehr Aufwand in fast allen Phasen.

Jede zusätzliche Sprache erhöht den Aufwand für Content und Entwicklung spürbar [3].

CMS-Wechsel und Technik

Wechselst du das System [1], müssen Inhalte, Vorlagen und Funktionen neu aufgebaut oder übertragen werden. Auch zusätzliche Funktionen wie Formulare oder Schnittstellen zu anderen Systemen zählen zu den Kostenfaktoren [1].

Individuelles Design

Ein individuelles Design ist bei den Designkosten deutlich aufwendiger als ein Template [3]. Dafür passt es genauer zur Marke. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie stark sich deine Website von anderen Anbietern abheben muss.

Content-Erstellung und -Migration

Neue Texte, Fotos und Videos machen oft einen spürbaren Teil des Gesamtbudgets aus [3]. Auch reine Übernahmen kosten Zeit: Inhalte müssen geprüft, gekürzt, neu verlinkt und in neue Vorlagen übertragen werden. Aus Sicht des OMR-Autors ist die Content-Migration zugleich die Phase, die am häufigsten zu Verzögerungen führt [1].

Interne Ressourcen

Ein Teil des Aufwands liegt bei dir im Haus: Fachabteilungen liefern Inhalte, prüfen Texte und geben frei. Als Ursachen für Verzögerungen nennt OMR verspätete Inhalte und zu viele aufeinanderfolgende Freigabeschleifen, bei denen mehrere Entscheider:innen einzeln abnehmen [1]. Klare Zuständigkeiten und Termine helfen, den Go-live zu halten.

Kosten-Treiber-Check: Welche Treiber betreffen dein Projekt?

Die folgenden Fragen ersetzen kein Angebot. Sie helfen dir, den Aufwand vor dem ersten Gespräch einzuordnen. Die Auswertung beruht auf Annahmen und ist bewusst qualitativ.

FrageEin „Ja“ bedeutet …
Wechselst du das CMS oder die technische Basis?Inhalte und Funktionen müssen übertragen oder neu gebaut werden.
Brauchst du ein individuelles Design statt eines Templates?mehr Gestaltungs- und Abstimmungsaufwand
Müssen Inhalte neu erstellt statt übernommen werden?Text-, Foto- und Videoproduktion als eigenes Arbeitspaket
Kommen Sprachen hinzu?mehr Content- und Entwicklungsaufwand je Sprache
Gibt es Schnittstellen zu anderen Systemen?zusätzliche Entwicklung und Tests
Ist intern offen, wer Inhalte liefert und freigibt?Risiko für späte Inhalte und lange Freigabeschleifen
Annahme für die Auswertung: Je mehr Fragen du mit Ja beantwortest, desto größer werden Aufwand, Abstimmungsbedarf und Zeitbedarf. Konkrete Beträge lassen sich erst mit einem definierten Umfang seriös schätzen.

Wie sicherst du deine Rankings beim Website-Relaunch?

Rankings sicherst du, indem jede alte URL ein klares neues Ziel bekommt und per serverseitiger, permanenter Weiterleitung dorthin führt. Genau das empfiehlt Google [6]. Vorübergehende Ranking-Schwankungen während des Umzugs sind trotzdem zu erwarten [6].

URL-Bestand erfassen und URL-Mapping erstellen

Grundlage ist eine vollständige Liste der alten URLs, etwa aus einem Onpage-Crawl [5]. Für jede alte URL legst du fest, wohin sie weiterleiten soll [6]. Das Ergebnis ist eine Zuordnungstabelle, das URL-Mapping, die Entwicklung und SEO gemeinsam pflegen. Wie gut deine Website aktuell gefunden wird, zeigt dir vorab ein SEO-Check.

Serverseitige permanente Weiterleitungen

Google empfiehlt serverseitige permanente Weiterleitungen von den alten auf die neuen URLs [6]. Bei permanenten Weiterleitungen zeigt Google in den Suchergebnissen das neue Ziel, bei temporären die Ausgangsseite [7]. JavaScript-Weiterleitungen solltest du nur nutzen, wenn serverseitige oder Meta-Refresh-Weiterleitungen nicht möglich sind [7]. Die Weiterleitungen bleiben so lange wie möglich bestehen, in der Regel mindestens ein Jahr [6].

Weiterleitungen fangen alte Links ab, ersetzen aber keine saubere neue Website. Stelle die internen Links von den alten auf die neuen URLs um [6]. Jede neue URL braucht ein auf sich selbst verweisendes Canonical-Tag; hreflang-Angaben mehrsprachiger Seiten stellst du auf die neuen URLs um [6]. Anschließend reichst du die neue Sitemap in der Search Console ein, damit Google die neuen URLs kennenlernt [6].

Welche Anforderungen muss die neue Website erfüllen?

Eine neue Website muss nicht nur besser aussehen, sondern auch rechtliche und technische Anforderungen erfüllen: Barrierefreiheit, eine korrekte Einwilligung für Cookies und Tracking, gute Ladezeiten und eine saubere Basis für die Suche. Ein Relaunch ist ein guter Zeitpunkt, all das von Anfang an einzuplanen.

Barrierefreiheit nach dem BFSG

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist am 28. Juni 2025 in Kraft getreten [8]. Erfasst sind unter anderem Websites und Apps, über die Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen vertreiben, etwa Onlineshops [8].

Die EN 301 549 gilt zum Beispiel als harmonisierte Norm für IKT-Produkte und -Dienste; laut IHK ist davon auszugehen, dass sie auch für das BFSG maßgeblich sein wird [8].

Bei Verstößen sind unter anderem Bußgelder bis 100.000 Euro möglich [8]. Was das Gesetz konkret verlangt, erklären wir im Beitrag zum BFSG und zur Barrierefreiheit von Websites.

Einwilligung für Cookies und Tracking

Informationen im Endgerät zu speichern oder darauf zuzugreifen, etwa über Cookies, ist nach § 25 TDDDG nur mit Einwilligung zulässig. Ausgenommen ist, was für einen ausdrücklich gewünschten Dienst unbedingt erforderlich ist [9]. Für den Relaunch heißt das: Consent-Lösung und Tracking werden gemeinsam geplant und getestet, nicht nachträglich ergänzt. Wie ein sauberes Setup aussieht, beschreibt unsere Seite zum Tracking-Setup.

Ladezeit und Core Web Vitals

Core Web Vitals messen Ladeleistung, Interaktivität und visuelle Stabilität [10]. Google nennt als Zielwerte: LCP innerhalb der ersten 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden und CLS unter 0,1 [10]. Gute Werte entsprechen laut Google dem, was die zentralen Ranking-Systeme belohnen wollen [10]. Setze diese Werte als Anforderung ins Lastenheft, statt sie nach dem Go-live zu reparieren.

Sichtbarkeit in KI-Suchfunktionen

Für Googles AI Overviews und den AI Mode gibt es keine zusätzlichen Anforderungen und keine nötigen Spezialoptimierungen [11]. Voraussetzung ist, dass eine Seite indexiert ist und mit Snippet in der Google-Suche erscheinen kann; die SEO-Grundlagen gelten weiter [11]. Ein technisch sauberer Relaunch ist damit auch die Grundlage für Sichtbarkeit in KI-Antworten.

Welche Fehler passieren beim Website-Relaunch am häufigsten?

Viele typische Fehler entstehen nicht im Design, sondern an den Übergängen: bei Inhalten, Weiterleitungen, Sperren und Tracking. Diese sieben solltest du kennen.

  1. Content-Migration unterschätzt. Nach Erfahrung des OMR-Autors wird ihr Aufwand am häufigsten unterschätzt [1]. Gegenmittel: Content-Audit früh starten und Verantwortliche je Seitenbereich benennen.
  2. Zu viel auf einmal geändert. Neue Struktur, neues Design, neue Inhalte und neue Technik gleichzeitig können Nutzer:innen und Suchmaschinen kurzzeitig überfordern [2]. Gegenmittel: prüfen, ob sich Teile schrittweise umsetzen lassen.
  3. Sperren nach dem Go-live vergessen. noindex-Regeln und robots.txt-Sperren, die nur für die Migration gebraucht wurden, müssen danach entfernt werden [6]. Gegenmittel: alle Sperren in einer Liste führen und am Go-live-Tag abhaken.
  4. noindex hinter einer robots.txt-Sperre. Blockiert die robots.txt eine Seite, sieht der Crawler die noindex-Regel nie, und die Seite kann trotzdem in den Suchergebnissen auftauchen [12]. Gegenmittel: Seiten, die nicht in den Index sollen, nicht zusätzlich per robots.txt sperren.
  5. Offene Staging-Umgebung. Ist die Testumgebung für Suchmaschinen erreichbar, droht Duplicate Content [5]. Gegenmittel: Staging für Crawler sperren.
  6. Tracking vergessen. Oft wird vergessen, die Tracking-Codes von Tools wie Google Analytics oder Matomo auf der neuen Website einzubinden [5]. Dann fehlt der Vergleich, den Google empfiehlt: die Nutzung von alter und neuer Website mit Web-Analytics auszuwerten [6]. Gegenmittel: Tracking und Einwilligung in den Testplan aufnehmen.
  7. Panik bei normalen Schwankungen. Vorübergehende Ranking-Schwankungen gehören zum Umzug [6]. Gegenmittel: erst Weiterleitungen und Indexierung prüfen, bevor du Inhalte hektisch umbaust.

Checkliste: Website-Relaunch in fünf Phasen

PhasePrüfpunkt
Analyse und ZieleZiele schriftlich festgelegt [4]
Analyse und ZieleContent-Audit durchgeführt [4]
Analyse und ZieleOnpage-Crawl gemacht und URL-Liste gesichert [5]
Konzept und UmsetzungURL-Mapping von alten auf neue URLs erstellt [6]
Konzept und UmsetzungStaging-Umgebung für Crawler gesperrt [5]
Konzept und UmsetzungBarrierefreiheit, Einwilligung und Core Web Vitals als Anforderungen festgehalten [8] [9] [10]
TestFunktionen, Usability und Content geprüft [4]
TestWeiterleitungen stichprobenartig und für wichtige Seiten vollständig getestet
TestTracking-Codes eingebunden [5]
Go-liveTermin in einer Phase mit wenig Traffic [6]
Go-liveMigrationssperren (noindex, robots.txt) entfernt [6]
Go-liveInterne Links, Canonicals und Sitemap aktualisiert, Sitemap in der Search Console eingereicht [6]
Nach dem StartNutzung von alter und neuer Website mit Web-Analytics verglichen [6]
Nach dem StartWeiterleitungen mindestens ein Jahr aktiv gelassen [6]

Typisches Szenario: Relaunch bei einem Maschinenbauer

Ein mittelständischer Maschinenbauer betreibt seine Website seit Jahren auf einem veralteten CMS. Die Seite ist zweisprachig und über die Zeit gewachsen, die Geschäftsführung will mehr qualifizierte Anfragen.

Das Team beginnt nicht mit Designentwürfen, sondern mit einer Zielanalyse und einem Crawl der bestehenden Website. Beim Content-Audit zeigt sich, dass sich viele Produktseiten überschneiden. Sie werden zusammengeführt; jede wegfallende URL erhält im URL-Mapping ein passendes neues Ziel und eine serverseitige permanente Weiterleitung. Den Go-live legt das Team in eine ruhige Woche. Als die Rankings in den ersten Wochen schwanken, prüft es Weiterleitungen und Indexierung, statt Inhalte umzubauen. Die Weiterleitungen bleiben mindestens ein Jahr bestehen [6].

Häufige Fragen zum Website-Relaunch

Verliere ich durch einen Relaunch zwangsläufig Rankings?

Nicht zwangsläufig. Vorübergehende Schwankungen während des Umzugs sind laut Google zu erwarten [6]. Mit serverseitigen permanenten Weiterleitungen von allen alten auf passende neue URLs folgst du der zentralen Empfehlung von Google [6].

Gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz auch für kleine Unternehmen?

Ausgenommen sind Dienstleister, die Kleinstunternehmen sind: weniger als zehn Beschäftigte und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme [8]. Für Kleinstunternehmen, die bestimmte digitale Produkte in Verkehr bringen, greift die Ausnahme nicht [8]. Im Zweifel lässt du das rechtlich prüfen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Go-live?

Google empfiehlt, den Umzug möglichst in eine Phase mit wenig Traffic zu legen [6]. Rechne außerdem damit, dass Google die neue Website danach vorübergehend stärker crawlt als üblich, und stimme das mit deinem Hosting ab [6].

Brauche ich für Googles KI-Übersichten eine spezielle Optimierung?

Nein. Laut Google gibt es für AI Overviews und den AI Mode keine zusätzlichen Anforderungen [11]. Entscheidend ist, dass deine Seiten indexiert sind und mit Snippet angezeigt werden können [11].

Kann ich die alten Inhalte einfach eins zu eins übernehmen?

Möglich ist es, aber du verschenkst die Chance zur Bestandsaufnahme. Ein Content-Audit zeigt Lücken und Potenziale im Bestand [4]. Ist nur der Content veraltet, die Technik aber solide, ist eine Überarbeitung der Inhalte oft sinnvoller als ein kompletter Relaunch [3].

Sind JavaScript-Weiterleitungen eine Alternative zu serverseitigen Weiterleitungen?

Nur als Notlösung. Google rät, JavaScript-Weiterleitungen nur zu nutzen, wenn serverseitige oder Meta-Refresh-Weiterleitungen nicht möglich sind [7]. Für einen Umzug empfiehlt Google serverseitige permanente Weiterleitungen [6].

Fazit

Ein Website-Relaunch ist vor allem ein Planungsprojekt. Wer Ziele, URL-Bestand und Inhalte vor dem Design klärt, senkt Kosten- und Ranking-Risiken. Die wichtigsten Kosten-Treiber – Umfang, Technikwechsel, individuelles Design, neue Inhalte und Sprachen – lassen sich vorab einschätzen, auch ohne dass schon ein Preis feststeht. Und viele typische Fehler, von vergessenen Sperren bis zu fehlendem Tracking, verhindert eine saubere Checkliste für den Go-live.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Erst planen, dann gestalten: Zielanalyse, Content-Audit und URL-Liste kommen vor dem Design.
  • Kosten hängen an Treibern: Seitenumfang, CMS-Wechsel, individuelles Design, Content und Sprachen bestimmen den Aufwand.
  • Rankings sichern: Jede alte URL braucht ein Ziel und eine serverseitige permanente Weiterleitung, in der Regel mindestens ein Jahr lang [6].
  • Anforderungen mitdenken: Barrierefreiheit, Einwilligung und Core Web Vitals gehören ins Lastenheft.
  • Nach dem Go-live messen: Schwankungen sind normal; Sperren entfernen und Tracking prüfen.

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Webagentur

Quellen

  1. OMR Reviews (Arun Niemann): Website-Relaunch: Praxis-Guide & 11-Punkte-Checkliste als PDF (01.09.2026)
  2. Columbus Interactive: Website-Relaunch: Definition, Arten & Beispiele (ohne Datum)
  3. snutig: Website Relaunch 2026: Checkliste, Kosten und SEO ohne Ranking-Verlust (04.06.2026, aktualisiert 17.06.2026)
  4. suxeedo (Mira Aring): Website Relaunch: In 12 Schritten zur Website für Nutzer:innen und KI (aktualisiert 01.10.2026)
  5. OMT (Michael Weckerlin): Die Website Relaunch Checkliste (aktualisiert 28.05.2025)
  6. Google Search Central: Site moves with URL changes (aktualisiert 20.08.2026)
  7. Google Search Central: Redirects and Google Search (aktualisiert 14.04.2026)
  8. IHK Köln: Barrierefreiheit von Webseiten, Dienstleistungen und Produkten (abgerufen 04.10.2026)
  9. dejure.org: § 25 Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG) (abgerufen 04.10.2026)
  10. Google Search Central: Understanding Core Web Vitals and Google search results (aktualisiert 10.12.2025)
  11. Google Search Central: AI features and your website (aktualisiert 10.12.2025)
  12. Google Search Central: Block Search indexing with noindex (aktualisiert 10.12.2025)
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