Website Kosten 2026: Wovon der Preis einer professionellen Unternehmenswebsite abhängt
Welche Kostenblöcke es gibt, was gesetzlich dazugehört und wie du Angebote einordnest – ohne Preisversprechen, die sich nicht belegen lassen.
Welche Kostenblöcke es gibt, was gesetzlich dazugehört und wie du Angebote einordnest – ohne Preisversprechen, die sich nicht belegen lassen.
Wer nach Website Kosten sucht, will meistens eine Zahl. Diese Zahl gibt es in seriöser Form nicht, denn der Preis hängt von Umfang, Funktionen, Inhalten und Pflege ab. Was sich dagegen klar benennen lässt, sind die Posten, aus denen ein Budget besteht, und die Pflichtbestandteile, die jede Unternehmenswebsite betreffen. Dieser Artikel ordnet beides, damit du Angebote vergleichbar machst.
TL;DR
Website Kosten hängen von Umfang, Funktionen, Inhalten und Pflege ab; eine Pauschalzahl gibt es nicht. Plane Konzept, Design, Inhalte, Technik, SEO, Tracking und laufende Pflege als getrennte Posten ein und prüfe Angebote auf Pflichtbestandteile wie Impressum, Einwilligung und gegebenenfalls Barrierefreiheit. So werden Angebote vergleichbar.
Was kostet eine Website? Das hängt von Umfang, Funktionen, Inhalten und Pflege ab; eine seriöse Pauschalzahl gibt es nicht. Eine Visitenkarten-Seite mit wenigen Unterseiten und eine Website mit Landingpages, Formularen, Mehrsprachigkeit und Anbindungen an andere Systeme sind zwei verschiedene Projekte, auch wenn beide „Website“ heißen. Je mehr Seiten, Funktionen und Inhalte, desto mehr Arbeit steckt dahinter.
Manche Kostenratgeber nennen trotzdem konkrete Euro-Spannen. Wir verzichten bewusst darauf. Die Recherche für diesen Artikel hat keine Quelle ergeben, die Preise für den Neubau einer Unternehmenswebsite eindeutig, aktuell und unabhängig belegt. Zahlen ohne solchen Beleg wären Schätzungen mit Autorität. Außerdem veröffentlichen wir hier keine eigenen Preise: Was ein Projekt kostet, hängt vom konkreten Umfang ab und lässt sich erst nach einem Gespräch seriös beziffern.
Was du stattdessen bekommst: eine Liste der Kostenblöcke, die Pflichtbestandteile, die den Aufwand beeinflussen, und Fragen, mit denen du Angebote prüfst. Damit kannst du auch ohne Pauschalzahl entscheiden, ob ein Angebot vollständig ist.
Eine Unternehmenswebsite besteht aus mehreren Arbeitspaketen, die in Angeboten unterschiedlich zusammengefasst werden. Ein Angebot, das nur einen Gesamtbetrag nennt, lässt sich schwer vergleichen. Sinnvoll ist, die folgenden Blöcke einzeln zu betrachten.
Hier wird geklärt, wofür die Website da ist, wen sie erreichen soll und welche Seiten sie braucht. Dazu gehören Ziele, Seitenbaum und Zuständigkeiten. Dieser Block ist unscheinbar, entscheidet aber, wie viel in den anderen Blöcken nötig wird.
Design umfasst Layout, Farben, Schriften und die Gestaltung wiederkehrender Bausteine. Je individueller die Gestaltung und je mehr unterschiedliche Seitentypen, desto größer der Aufwand.
Texte, Bilder und gegebenenfalls Videos müssen erstellt, beschafft oder angepasst werden. Rechne damit, dass Inhalte Zeit brauchen: Texte und Bilder müssen entstehen, geprüft und eingepflegt werden. Im Angebot sollte stehen, wer Texte und Bilder liefert.
Zur Technik gehören das Content-Management-System, Hosting, Domain und Sicherheitszertifikat. Welche Kosten das jeweilige System verursacht, hängt von der Wahl ab. WordPress etwa ist unter der GPL lizenziert [1]; die Quelle sagt nichts über Kosten, und Einrichtung, Anpassung und Betrieb bleiben in jedem Fall Arbeit.
Bei Hosting-Anbietern sind Domain und SSL-Zertifikat teils schon im Tarif enthalten: STRATO nennt „mindestens ein SSL-Zertifikat inklusive“ [2], IONOS führt unter „Immer Inklusive:“ auch „Domain & SSL-Zertifikat“ auf [3]. Konkrete Preise nennen wir nicht, weil Anbieter ihre Tarife und Aktionen laufend ändern.
Für SEO müssen Struktur, Titel, URLs und Inhalte stimmen; Tracking misst, was die Website bewirkt. Prüfe im Angebot, ob beides enthalten ist. Wie du Tracking sauber aufsetzt, zeigt unsere Seite zum Thema Tracking, und eine Ausgangslage für SEO liefert der SEO-Check.
Nach dem Launch braucht eine Website Updates, Sicherheitsprüfungen und Inhaltspflege. Wie umfangreich das ist, hängt von Technik und Funktionsumfang ab. Im Angebot sollte stehen, ob und in welchem Umfang Pflege enthalten ist.
Manche Bestandteile sind keine Geschmacksfrage. Sie müssen eingeplant werden und gehören deshalb ins Budget. Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung; im Zweifel lässt du Fragen zu deinem Fall rechtlich klären.
Wer geschäftsmäßig digitale Dienste anbietet, die in der Regel gegen Entgelt erbracht werden, muss bestimmte Angaben „leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar“ machen und „ständig verfügbar zu halten“. Dazu gehören laut Digitale-Dienste-Gesetz Name und Anschrift sowie Angaben für eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme einschließlich der E-Mail-Adresse [4].
Das Speichern von Informationen im Endgerät der Nutzer und der Zugriff darauf sind nach § 25 TDDDG nur zulässig, wenn die Nutzer auf der Grundlage klarer und umfassender Informationen eingewilligt haben. Ausnahmen gibt es unter anderem für einen Zugriff, der unbedingt erforderlich ist, damit der Anbieter einen vom Nutzer ausdrücklich gewünschten digitalen Dienst zur Verfügung stellen kann [5]. Welche Technik im Einzelfall darunter fällt, regelt der Gesetzestext nicht. Praktisch heißt das: Wenn deine Website Tracking- oder Marketing-Werkzeuge einsetzt, gehört ein Einwilligungsverfahren zum Umfang und damit ins Angebot.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr, die nach dem 28. Juni 2025 für Verbraucher erbracht werden [6]. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind von den Anforderungen ausgenommen; die Größengrenzen definiert § 3 selbst nicht [7].
Laut Händlerbund sind nur B2C-Shops betroffen; reine B2B-Angebote fallen nicht unter das BFSG, sofern sich das Angebot nicht an Verbraucher richtet. Als Kleinstunternehmen gilt, wer weniger als 10 Personen beschäftigt und höchstens 2 Millionen Euro Umsatz oder Bilanzsumme hat [8].
Technisch sind die WCAG des W3C der internationale Standard dafür, Webinhalte für Menschen mit Behinderungen zugänglicher zu machen; aktuell ist WCAG 2.2, mit den Stufen A, AA und AAA [9]. Welche Anforderungen für deine Website konkret gelten, solltest du rechtlich klären lassen. Wie sich das BFSG auf Websites auswirkt, erklärt unser Artikel zur Barrierefreiheit im Web.
Die Rechnung endet nicht mit dem Go-live. Drei Posten laufen weiter.
Hosting, Domain und SSL. Diese Posten fallen regelmäßig an. Bei manchen Anbietern sind Domain und SSL im Tarif enthalten [2][3], bei anderen nicht. Im Angebot sollte stehen, wer die Verträge abschließt und verwaltet, damit Domain und Hosting auf dein Unternehmen laufen.
Updates und Wartung. Content-Management-Systeme, Erweiterungen und Server brauchen Pflege. Wie viel das ist, hängt von der Technik ab. Wir nennen keine Beträge, weil die Recherche keine unabhängige, datierte Quelle ergeben hat.
Performance. Ladezeit und Stabilität sind Teil der Pflege. Google nennt als Richtwerte für die Core Web Vitals einen Largest Contentful Paint von 2,5 Sekunden oder weniger, einen Interaction to Next Paint von 200 Millisekunden oder weniger und einen Cumulative Layout Shift von 0,1 oder weniger [10]. Die Seite wurde zuletzt am 31. Oktober 2024 aktualisiert; prüfe die aktuellen Werte vor einer Zielvereinbarung.
Wenn du eine bestehende Website neu aufsetzt, kommen weitere Punkte hinzu, etwa die Migration von Inhalten und SEO. Das behandeln wir im Artikel Website-Relaunch planen.
Die drei Wege unterscheiden sich weniger im Gesamtaufwand als darin, wer ihn trägt: du, ein Baukasten-Anbieter oder eine Agentur.
Selbst mit einem CMS. WordPress etwa ist unter der GPL lizenziert [1]; die Quelle sagt nichts über Kosten. Bei diesem Weg übernimmst du Einrichtung, Sicherheit und Pflege selbst oder beauftragst sie.
Baukasten. Bei Baukasten-Anbietern wählst du ein Paket: Jimdo etwa nennt ein Free- und ein Premium-Paket, und du kannst „monatlich zahlen oder direkt für eine Laufzeit von 12 oder 24 Monaten bezahlen“ [11]. Preise nennen wir nicht, da die Seite keine nennt und andere Tarifseiten sich nicht belegen ließen. Achte auf Laufzeit, Funktionsgrenzen und darauf, ob Inhalte beim Wechsel mitgenommen werden können.
Agentur oder Freelancer. Hier entsteht das Ergebnis in Zusammenarbeit mit Fachleuten für Konzept, Design und Technik. Ob du Know-how im Haus aufbaust oder einkaufst, ist eine Entscheidung über Zeit, Aufwand und Verantwortung.
Projekte werden häufig nach Aufwand oder zum Festpreis angeboten. Bei Abrechnung nach Aufwand fragst du, was der Stundensatz umfasst und ob es eine Obergrenze gibt; beim Festpreis, was ausdrücklich nicht enthalten ist.
Ein vollständiges Angebot beantwortet vier Fragen: Was wird gebaut? Was gehört gesetzlich dazu? Was kostet der Betrieb? Wer ist wofür zuständig? Wenn Impressum, Einwilligungsverfahren und eine Aussage zur Barrierefreiheit fehlen, ist das ein Grund zum Nachfragen [4][5][6]. Gleiches gilt für fehlende Angaben zu Hosting, Pflege und Inhalten.
Du kannst auch eine bestehende Website prüfen lassen, bevor du Budget für einen Neubau freigibst. Das bietet unser Webseiten-Check.
Das folgende Raster ordnet die Kostenblöcke. Die Spalte „Eigene Zahl“ bleibt bewusst leer: Trage dort ein, was dir Anbieter konkret anbieten.
| Kostenblock | einmalig oder laufend | Wer liefert? | Frage ans Angebot | Eigene Zahl |
|---|---|---|---|---|
| Konzept und Struktur | einmalig | Agentur und du | Welche Seiten, welche Ziele? | |
| Design | einmalig | Agentur | Wie viele Seitentypen sind enthalten? | |
| Inhalte (Text, Bild) | einmalig, später laufend | du oder Agentur | Wer erstellt, wer liefert, wer prüft? | |
| Technik (CMS) | einmalig | Agentur | Welches System, welche Lizenzen? | |
| Hosting, Domain, SSL | laufend | Anbieter | Wer schließt den Vertrag ab? Enthalten? | |
| Pflichtbestandteile | einmalig | Agentur und du | Impressum, Einwilligung, Barrierefreiheit enthalten? | |
| SEO und Tracking | einmalig, später laufend | Agentur | Was ist beim Launch enthalten? | |
| Pflege | laufend | Agentur oder du | Umfang, Laufzeit, Reaktionszeit? |
Mindestens die Grundlagen, und die sind überschaubar. Google nennt im SEO-Startleitfaden unter anderem: „ein guter Titel ist einzigartig für die Seite, klar und prägnant“, beschreibende URLs mit Wörtern, die für Nutzer hilfreich sein könnten, und Inhalte, die „für deine Leser hilfreich und zuverlässig sein“ sollten [12]. Für Zeitknappe nennt der Leitfaden das Beauftragen eines Profis als Option: „Du könntest einen Profi beauftragen“; er wurde zuletzt am 18. Dezember 2025 aktualisiert [12].
Für dein Budget heißt das: Plane SEO-Grundlagen in den Neubau ein (Seitenstruktur, Titel, URLs, Inhalte) und lass dir keine Rankingversprechen als Leistung verkaufen. Eine Ausgangsprüfung kannst du mit dem SEO-Check machen.
Ein mittelständischer Dienstleister mit einer Unternehmenswebsite ohne Online-Shop holt drei Angebote ein. Alle nennen einen Gesamtbetrag, aber keines schlüsselt auf. Er überträgt die Angebote in das Budgetraster und stellt fest: Zwei Angebote erwähnen weder Einwilligungsverfahren noch Pflege, das dritte enthält beides. Außerdem fragt er nach, ob die Barrierefreiheit relevant ist. Laut Händlerbund fallen reine B2B-Angebote nicht unter das BFSG, sofern sie sich nicht an Verbraucher richten [8]; weil sein Fall im Einzelnen zählt, lässt er ihn prüfen. Danach sind die drei Angebote vergleichbar, ohne dass er eine Pauschalzahl gebraucht hätte.
Braucht jede Unternehmenswebsite ein Impressum?
Wer geschäftsmäßig digitale Dienste anbietet, die in der Regel gegen Entgelt erbracht werden, muss bestimmte Angaben leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar halten [4]. Ob das im Einzelfall auf dich zutrifft, lässt du im Zweifel rechtlich prüfen.
Brauche ich ein Cookie-Banner?
Für das Speichern von und den Zugriff auf Informationen im Endgerät braucht es grundsätzlich eine Einwilligung, es sei denn, der Zugriff ist unbedingt erforderlich für einen ausdrücklich gewünschten Dienst [5]. Der Gesetzestext nennt keine konkreten Technologien; die Einordnung im Einzelfall ist Sache der rechtlichen Prüfung.
Gilt die Barrierefreiheitspflicht auch für meine B2B-Website?
Das BFSG betrifft Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr für Verbraucher [6], Kleinstunternehmen sind ausgenommen [7]. Laut Händlerbund fallen reine B2B-Angebote nicht unter das BFSG, sofern sich das Angebot nicht an Verbraucher richtet [8]. Ob das auf deine Website zutrifft, lässt du im Zweifel prüfen.
Ist WordPress kostenlos?
Die Software steht unter der GPL [1]; die Quelle sagt nichts über Kosten. Unabhängig davon brauchen Einrichtung, Hosting, Anpassung und Pflege Zeit oder Geld.
Sind Domain und SSL-Zertifikat im Hosting enthalten?
Bei einigen Anbietern ja: STRATO nennt ein SSL-Zertifikat inklusive [2], IONOS führt Domain und SSL-Zertifikat unter „Immer Inklusive“ auf [3]. Prüfe die Bedingungen und die Laufzeit deines Tarifs.
Wann lohnt sich ein SEO-Profi beim Website-Projekt?
Der Google-SEO-Startleitfaden nennt das Beauftragen eines Profis als Option für Zeitknappe [12]. Ob es sich lohnt, ist also eine Frage von Zeit und Know-how.
Was sind Core Web Vitals und warum können sie Aufwand verursachen?
Es sind Messwerte zu Ladezeit (LCP), Reaktionszeit (INP) und Layoutstabilität (CLS); „gut“ bedeutet laut web.dev LCP bis 2,5 Sekunden, INP bis 200 Millisekunden und CLS bis 0,1 [10]. Wer diese Ziele vereinbart, muss Technik und Inhalte entsprechend vorbereiten. Prüfe die aktuellen Werte, da die Quelle älter ist.
Eine seriöse Pauschalzahl für Website Kosten gibt es nicht, aber eine gute Ordnung: Konzept, Design, Inhalte, Technik, SEO, Tracking und Pflege als getrennte Posten, dazu die Pflichtbestandteile Impressum, Einwilligung und gegebenenfalls Barrierefreiheit. Wer Angebote entlang dieser Posten vergleicht, erkennt, was fehlt, und kann Budget und Umfang realistisch einordnen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Wenn du Umfang und Budget für dein Website-Projekt gemeinsam einordnen möchtest, sprich mit uns in einem kostenlosen Erstgespräch über unsere Webdesignagentur.
Du kannst auch vorab deine bestehende Website prüfen lassen.
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